I Porporini

11.06.2021: Philipp Mathmann und I Porporini

….die schönste Melodie und Harmonie

EIn Portrait der Musik des Wiener Hofes zum 450. Geburtstag von Antonio Caldara (*1670 in Venedig; gest. 1736 in Wien)

Seit seinem großartigen Konzert Castrato Wars im März 2019 gab es den Wunsch, Philipp Mathmann unbedingt wieder einzuladen: Am Freitag, den 11. Juni 2021, beginnt um 18:00 Uhr ein weiteres Konzert des Countertenors in Lippstadt. Der Förderverein Jakobikirche Lippstadt freut sich sehr, das Ensemble I Porporini mit Philipp Mathmann wieder präsentieren zu dürfen.

I Porporini sind:

  • Philipp Mathmann
    Philipp Mathmann

    Philipp Mathmann (Berlin), Countertenor

  • Martyna Pastuszka (Krakau), Violine
  • Kerstin Linder-Dewan (Berlin), Violine
  • Aleksander Gulin (Moskau), Barockcello
  • Axel Wolf (München), Laute
  • Gerd Amelung (Berlin), Cembalo/Leitung

Programm:

  • Antonio Caldara: Cantata „Innocente cor mio“
  • Giuseppe Porsile: Cantata „Le sofferte amare pene“
  • Antonio Caldara: Cantata „Vi perdei, o luci belle“
  • umrahmt von Instrumentalwerken aus Caldaras Umfeld des Wiener Kaiserhofs

Caldara war Komponist in Italien, am spanischen Hofe, in Salzburg und am Wiener Hof. Er hat mit seinem Schaffen deutliche Spuren in der Musikgeschichte hinterlassen und die Zeit mit geprägt. Über ihn schrieb man, dass er gemeinsam mit seinem Kollegen Johann Joseph Fux vom Wiener Hofe die schönste Melodie und Harmonie zeige. Seine Lust an der überraschenden Wendung, die Sorgfalt, die er der Führung der beteiligten Stimmen widmet und seine Meisterschaft der Textausdeutung und -darstellung zeigen sich im kleinen Format ganz besonders. Seine Werke werden von denen anderer Komponisten aus dem Umfeld des Wiener Kaiserhofs flankiert.

Für „…die schönste Melodie und Harmonie“ finden sich international herausragende Einzelkünstler zusammen, um Antonio Caldara zu würdigen, der 2020 seinen 450. Geburtstag feiert.

Das 2018 von Philipp Mathmann und Gerd Amelung ins Leben gerufene Ensemble I Porporini widmet sich einer der spannendsten Epochen der Musikgeschichte. Im frühen 18. Jahrhundert wurden wichtige Weichen für das Musikleben späterer Zeiten gestellt, von der Oper als öffentliche und bezahlbare Unterhaltung bis zum Starkult um einzelne herausragende Musiker. Seit seiner Gründung spielte das Ensemble in internationalen Konzertreihen in Berlin und Kapstadt, im Händelhaus Halle beim RheinVokal Festival.

Philipp Mathmann, aufgewachsen in Lippstadt, zählt zu den rising stars der europäischen Countertenor-Szene. Nach Engagements am Theater Heidelberg, durch die Lautten Compagney Berlin und andere international tätige Barockorchester feierte er 2019 seinen Durchbruch mit der Interpretation der Hauptrolle Bellezza in Händels Trionfo del Tempo e del Disinganno in der preisgekrönten Inszenierung von Konstantin Bogomolov in Moskau. Seither hat er in Produktionen am Aalto-Theater Essen, dem Theater an der Wien sowie in Konzerten mit dem Freiburger Barockorchester, Concerto Köln, Les Talens Lyriques und anderen weltberühmten Orchestern das Publikum in Begeisterung versetzt. Im Sommer 2020 wird er an der Semperoper Dresden debütieren.

Gerd Amelung zählt als Dirigent, Cembalist und Vocal Coach zu den deutschen Experten für das Vokalrepertoire des Barock. Seine Produktion von J. A. Hasses Marc’Antonio e Cleopatra beim Ekhof-Festival Gotha 2018 in Deutschlands ältestem noch bespielbaren Barocktheater wurde von Presse und Publikum einhellig begeistert aufgenommen. In der Spielzeit 2019/20 leitet er Monteverdis Il Ritorno d’Ulisse in Patria am Deutschen Nationaltheater Weimar; an der Semperoper Dresden war er überdies für diverse Einstudierungen, u. a. für Daniel Harding und Paul Agnew, verantwortlich.

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von I Porporini und Annemone Taake