Mit dem Klaviertrio E.T.A. beendet der Musikverein seine Kammerkonzertreihe der Saison 25-26.
Aus gutem Grund verneigt sich das 2019 in Hamburg gegründete Trio E. T. A. mit seinem Namen vor dem Schriftsteller, Komponisten und Kritiker E. T. A. Hoffmann: Das Ensemble hat sein Triospiel mit romantischer Musik begonnen und liebt künstlerische Querverbindungen. E. T. A. Hoffmann ist gerade wegen seiner Mehrfachbegabung ein Idol für die Musiker. 2021 gewann das Ensemble den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs, den Sonderpreis des Rotary-Clubs Bonn sowie den Preis der Freunde junger Musiker Deutschland. Es wird seitdem mit einer Vielzahl an Konzerten unterstützt und von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert.
In diesem Konzert spielen sie Carl Philipp Emmanuel Bach, Schumann und Dvořák.
Die drei Werke des Abends stehen ganz im Zeichen der Tonart F.
C.P.E. Bach zeigte in seinem empfindsamen Stil einen damals ganz neuen individuellen Gefühlsausdruck, im Gegensatz zur formenstrengen Barocktradition. Um der Nachfrage durch die damals neue Kultur des heimischen Klavierspiels zu entsprechen, einigte sich C.P.E. mit dem Londoner Verleger Bremner auf die Veröffentlichung von Sonaten für Cembalo oder Pianoforte mit Begleitung der Violine und Violoncello. Trotz des Titels bezeichnete Bach diese Werke mal als Trios, mal als Sonaten und manchmal sogar als „Trios (die auch Soli sind)“. Sein zwiespältiges Verhältnis gegenüber dieser modischen Gattung zeigte sich in einem Brief, in dem er begleitete Sonaten verächtlich als „Nicht- oder Halbwesen“ bezeichnete. Dessen ungeachtet wurde die Publikation ein voller Erfolg. „Ich habe mehr Glück, als ich erwarten darf. Die Leute sind verrückt nach meinem bescheidenen Gebräu […].“ 1777 veröffentlichte er gleich zwei weitere Serien (Wq. 91) in Leipzig mit großem Erfolg.
Sonntag, 19.04.26 in der Jakobikirche um 18 Uhr
Tickets: in der Rathausinfo (02941 58511), auch online, und an der Abendkasse; 20.- € / ermäßigt 10. – €
Quellen: https://trio-e-t-a.com/; www.challengerecords.com
