Hamburger Ratsmusik

26.01.2019: Der König tanzt – Hamburger Ratsmusik

Sonntag, 26. Januar 2019, 19:00 Uhr

Musik am Hof von Versailles, in unseren Augen kaum vorstellbar: Ein Staatsmann der tanzt, der fast ebenso viel Zeit mit Musik und Tanz verbringt – täglich vier Stunden Training! – wie mit Regieren, der in ungeheurem Maße diese Künste unterstützt, fördert und voranbringt. Ludwig XIV erhält seinen Beinamen der „Sonnenkönig“ nachdem er im Ballet royale de la nuit, mehrere Male zwischen dem 23.02. und dem 16.03.1653 aufgeführt, selbst in der Rolle der aufgehenden Sonne tanzte, namentlich als Apollon.

Die Hamburger Ratsmusik: Ein Ensemble mit 500-jähriger Geschichte. Dieser Gegensatz reizt zum kreativen Dialog zwischen Tradition und Gegenwart, von Alter Musik und lebendiger Interpretation.

Die Anfänge der Hamburger Ratsmusik reichen zurück bis ins 16. Jahrhunder. Nach dem Grundsatz „Gott zu Ehren und Hamburg zur Lust, Ergötzlichkeit und Nutz“ leistete sich die Stadt ein Eliteensemble von acht Ratsmusikern, das vielen fürstlichen Hofkapellen Konkurrenz machen konnte.

Wieder auferweckt 1991 von der Gambistin Simone Eckert konzertiert das Ensemble heute in Deutschland und vielen Ländern Europas.

30 CDs mit zumeist Welt-Ersteinspielungen Alter Musik und Aufnahmen für alle deutschen Rundfunksender und den ORF dokumentieren seine Wiederentdeckungen von Musik aus Renaissance, Barock und Klassik.

Rune Brodahl & Saar Berger: Sonorous

13.11.2018: Sonorous – Musik für zwei Solo-Hörner

Zu Beginn der Konzertreihe Jakobi:Extra wird ein außergewöhnliches Instrument vorgestellt, welches nur selten als Soloinstrument auftritt: Das Waldhorn. Das Konzert beginnt um 20:00 Uhr.

Die Hornisten Saar Berger und Rune Brodahl stellen Meisterwerke vor, die eigentlich für Solo-Geige komponiert wurden, an diesem Abend aber von zwei Waldhörnern mit ihren sonoren Klangwelten zu hören sind.

Es werden interessante Klangkombinationen, Akkordbrechungen und Echos erklingen, die gerade in der Akustik der Jakobikirche eine eindrucksvolle Wirkung entfalten werden.

Der Hornist Saar Berger, geb. 1980, ist seit 2001 Mitglied des Ensemble Modern. Berger unterrichtet an der internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA), der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main und an der Luzern Festival Sommerakademie.

Der Hornist Rune Brodahl, geb. 1969, ist seit 1997 Solohornist der Norwegischen Nationaloper in Oslo und Mitglied des Nordic Brass Ensembles, das mit seiner aktuellen CD „European Tour“ große Anerkennung in den Medien fand. Rune spielt vorwiegend Kammermusik mit verschiedenen Ensembles und hat schon zahlreiche Tonträger veröffentlicht. Er leitet außerdem eine Kammermusik-Reihe an der Oper in Oslo.

Boogielicious (Foto: David Herzel)

10.11.2018: Boogielicious

Das Konzert des Orizont-Benefizfestes gestaltet in diesem Jahr Boogielicious, ein deutsch-niederländisches Boogie-, Blues- und Jazz-Trio. Das Konzert beginn am Samstag, den 10. November 2018 um 18:00 Uhr.

  • Eeco Rijken Rapp, (Klavier, Gesang)
  • David Herzel, Schlagzeug
  • Dr. Bertram Bechers, Blues-Harmonika

Die drei Musiker bestechen durch ihre unglaubliche Virtuosität, ihr einzigartiges Repertoire und ihr brillantes Zusammenspiel. Neben dem Konzert gibt es ein buntes Rahmenprogramm und aktuelle Projektinformationen. Der Reinerlös kommt jungen Menschen aus rumänischen Waisenhäusern zugute.

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Beitragsbild + Video: Mit freundlicher Genehmigung von David Herzel

13.10.2018: Hannah Köpf & Band

Das Gemeinschaftskonzert von Musikverein und Jazzclub findet am Samstag, den 13. Oktober 2018 um 20:00 Uhr statt.

„Mit ihrem letzten Album „Lonely Dancer“ schenkte uns die Jazzsängerin Hannah Köpf einen Zyklus aus Liedern, die an Folk und Singer-Songwriter anknüpften. Da war auch Gospel zu hören und ein Anklang von Americana, eine dem Country und Soul anverwandte Spielart aus Amerika, hierzulande noch wenig bekannt.“ (Quelle: lippstadt.de)

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Monet Quintett Jakobikirche

07.10.2018: Monet-Quintett

Am Sonntag, den 7. Oktober gastiert das Monet-Quintett auf Einladung des Musikvereins in der Jakobikirche.

Es spielen:

  • Anissa Baniahmad, Flöte
  • Johanna Stier, Oboe
  • Nemerino Scheliga, Klarinette
  • Marc Gruber, Horn
  • Theo Plath, Fagott

Programm

  • Mozart: Ouvertüre zu „Die Zauberflöte“ (Arr.: Rechtmann)
  • Reicha: Ein Quintett
  • Ibert: Trois Pieces
  • Holst: Quintett As-Dur
  • Francaix: Quintet No. 1

Weitere Informationen

http://www.lippstadt.de/veranstaltungen.php?get=event&event_id=91900

Beitragsbild:© Susanne Diesner

Exodus-Chor Lippstadt

06.10.2018: Jubiläumskonzert Exodus-Chor

Plakat Exodus Chor Jakobikirche LippstadtFreude am Singen hat sie zusammengebracht und ist auch heute noch Motivation der Sängerinnen und Sänger des Chores Exodus, der in diesem Jahr sein 40 jähriges Bestehen feiert!

1978 von Karl Ludwig Höpker und anderen Musikbegeisterten ins Leben gerufen, ist der Chor mittlerweile ein fester Bestandteil der evangelischen Kirchenmusik in Lippstadt geworden. Von damals 15 Mitgliedern ist die Gruppe auf knapp 50 gewachsen und singt in Gottesdiensten, bei Konfirmationen, Hochzeiten, Trauungen, wirkt bei regelmäßigen jährlichen Veranstaltungen wie dem Gottesdienst für Liebende, der Vespermusik in der Marienkirche und beim Gospel to Go mit.

Auch im Stadttheater und auf dem Weihnachtsmarkt war der Chor schon zu hören.
Bei wöchentlichen Proben und jährlichen Chorfahrten festigen und erweitern die
Sängerinnen und Sänger ihr Repertoire.

In diesem Jahr bereitet sich der Chor auf sein Jubiläumskonzert vor, das am 6. Oktober um 19:00 Uhr in der Jakobikirche stattfindet. Der Eintritt ist frei.

Unter dem Titel „Feel the Spirit“ singt der  Chor Gospels, Spirituals, moderne englische Chormusik und internationale Klassiker. Die Leitung hat Regina Rothenbusch, die Klavierbegleitung übernimmt Maximilian Berglar. Außerdem  werden Solisten und Instrumentalisten das Konzert zum 40 jährigen Jubiläum bereichern.

Aeham Ahmad Pianist

29.09.2018: Aeham Ahmad

Die Lippstädter Arbeitsgemeinschaft Integration präsentiert im Rahmen der Interkulturellen Woche 2018 den Klaviervirtuosen Aeham Ahmad.

Samstag: 29.09.2018: 19:00 bis 21:00 Uhr.

International bekannt geworden ist Aeham Ahmad durch sein Klavierspiel in Mitten der Trümmer des umkämpften Palästinenser Lagers Jarmuk bei Damaskus. Der dort 1988 geborene Musiker spielte auf einem Klavier, welches er unter Lebensgefahr für seine Auftritte auf einem Wasserwagen durch die zerbombten Straßen fährt. Um vor allem den Kindern und Jugendlichen Hoffnung zu geben vertont er zuerst Texte seiner Freunde mit einfachen Akkorden und schwungvollen Refrains. Aber auch mit Beethoven, Bach sowie Chopin, Jazz oder Mozart und immer wieder vielen selbst geschriebenen Liedern schenkte er den Menschen in seiner Heimat ein wenig Freude.

Nachdem IS-Dschihadisten, für die klassische Musik eine Sünde ist, bei einer Kontrolle vor seinen Augen sein Klavier anzünden, musste er aufgrund der nicht mehr einschätzbaren Gefahren fliehen. Wie hunderttausende Menschen schlägt er sich über Land zur türkischen Küste durch, von dort mit einem Schlauchboot auf eine kleine griechische Insel und weiter über die Balkanroute, bis er schließlich im September 2015 in Deutschland ankommt.

Seine ersten Auftritte als Pianist hatte Aeham Ahmad bereits im Oktober 2015 bei einem Konzert für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer in München. Seither folgten über 200 Konzerte im ganzen Land. Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2018 kommt das Tasten-Talent nun auch nach Lippstadt, präsentiert von der Arbeitsgemeinschaft Integration, bestehend aus dem Jugendmigrationsdienst der AWO und der Migrations- und Flüchtlingsberatung der Diakonie Ruhr-Hellweg. Beide Einrichtungen starten den Kartenverkauf am Montag, 9.7. 2018.

  • Eintritt: 5,- €, ermäßigt 3,- € (Schüler, Studenten, Senioren, Inhaber eines Familienpasses)
  • Empfohlenes Alter für Kinder: ab 14 Jahren
  • Vorverkauf:
    Jugendmigrationsdienst der AWO, Klusetor 9, 59555 Lippstadt, Tel. Nr.: 02941 923151
    Migrations- und Flüchtlingsberatung der Diakonie Ruhr-Hellweg, Cappelstraße 50 – 52, 59555 Lippstadt, Tel. Nr.: 02941 4355

Bildquelle Beitragsbild: Palast Promotion

08.09.2018: Quartetto D’Archi Bielefeld

Am Samstag, den 8. September 2018 um 19 Uhr in der Jakobikirche werden das Quartetto D’Archi Bielefeld (Erika Ifflaender-Gehl, Violine; Magdalena Sokolov-Korbel, Violine; Gregor van den Boom, Viola; Marina Maestri-Foron, Violoncello) sowie Djamilja Keberlinskaja-Wehmeyer, Klavier und Jens Ubbelohde, Klarinette „QUINTETT“ spielen. Auf dem Programm stehen das Klarinettenquintett op.107 von Hans Gál und das Klavierquintett in Es-Dur op.44 von Robert Schumann.

Hans Gál (1890 – 1987), Komponist ungarischer Herkunft, dessen wichtigstes Vorbild Johannes Brahms war, hielt strikt an der Tonalität fest, was ihm den Ruf konservativ und unmodern zu sein einbrachte. So wundert es nicht, dass er nach anfänglichen Erfolgen schon bald in Vergessenheit geriet. Erst in letzter Zeit wird er allmählich wieder entdeckt. Hans Gál wirkte zunächst in Wien, doch floh er vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten nach England und wurde nach dem Krieg Lehrer an der Universität Edinburgh. Sein 1977 entstandenes Klarinettenquintett op. 107 erzeugt durch die Verwendung von sich scheinbar widersprechenden elegischen bis burlesken musikalischen Elementen geistreich und humorvoll ein mitreißendes und knisterndes Spannungsfeld.

Robert Schumanns Klavierquintett op.44 (1843) war sein erstes Kammermusikwerk mit Klavier und zugleich so erfolgreich, dass die Musikgeschichte in diesem bahnbrechenden Werk die Begründung einer neuen Gattung, dem „Klavierquintett“ sieht. Bei der Uraufführung 1843 saß Clara Schumann am Klavier, ein Quartett des Gewandhausorchesters musizierte.

Die Kombination des recht bekannten Schumann-Quintett mit dem sehr selten zu hörenden Werk von Hans Gál verspricht einen spannenden Kammermusikabend, insbesondere in der guten Akustik der Jakobikirche und mit dem hervorragenden Steinway-Flügel. Karten für dieses Konzert sind nur an der Abendkasse, die ab 18.30 Uhr geöffnet ist, zu haben.

18.07.-26.08.2018: Videoinstallation von Jonas Englert

In der Jakobikirche ist vom 18.7. bis zum 26.08.2018 ein hervorragendes Beispiel aktueller Videokunst zu sehen und zu hören:
Videoinstallation von Jonas Englert zum Praeludium in f-moll aus dem Wohltemperierten Clavier (BWV 857).

Öffnungszeiten Dienstag bis Samstag von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 17:00 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
Sie sind herzlich zur Vernissage am 18.07.2018 um 19.00 Uhr eingeladen.
Die Ausstellung endet am 26.08. mit einer Finisage um 15:00 Uhr.

Die Arbeit „Praeludium“ behandelt anhand des Präludiums in f-Moll BWV 857 aus dem „Wohltemperierten Clavier“ Wahrnehmungszustände musikalischen Empfindens und die Macht des Werks Johann Sebastian Bachs, den Jonas Englert als „Urvater der Harmonie“ bezeichnet. Englert schreibt: „Sein Anliegen war es, die Sehnsucht der Menschen nach Harmonie zu wecken und auch zu stillen.“

Videoinstallation Präludium von Jonas Englert

Die Installation besteht aus zwei großen Monitoren sowie einer Lautsprecheranlage: Auf dem einen Monitor wird das Gesicht und die Mimik des Organisten (Jacob Bussmann), auf dem anderen werden seine Hände gezeigt – beides wurde mit einer Hochgeschwindigkeitskameras aufgenommen und wird (wie auch die Tonaufnahme) mit 25-facher Verlangsamung abgespielt.

Hierdurch ergeben sich interessante Wahrnehmungsverschiebungen: die vertraute Musik wird durch die Verlangsamung verfremdet und auch die geringfügigsten Bewegungen des Pianisten werden sichtbar.

Jonas Englert

Jonas Englert (Foto: Alexander Paul Englert)

Jonas Englert (*1989) studierte an der Hochschule für Gestaltung Offenbach und besuchte parallel das Institut für Angewandte Theaterwissenschaften.

2012 wurde er mit dem „Dr. Marschner-Preis“ ausgezeichnet. 2013 erhielt er das Johannes Mosbach Stipendium, sowie 2017 eine lobende Erwähnung im Rahmen der „B3-BEN-2017-Awards“ in der Kategorie „Zeitbasierte und immersive Künste“.

Darüber hinaus entstanden Arbeiten für diverse Theaterproduktionen, unter anderem am Nationaltheater Mannheim, am Staatsschauspiel Dresden und am Theater Bonn.

Jonas Englert hat sich an zahlreichen Gruppenausstellungen in Deutschland (Frankfurt, Backnang, Marburg, München, Bonn und Gießen) und im Ausland (Shanghai, Boston, Aarhus, Porto, Venedig) beteiligt. Er hat seine Arbeiten auch in drei Einzelausstellungen in Frankfurt und Berlin präsentieren können.

Wir bedanken uns bei allen Unterstützern und Sponsoren – ohne ihre Hilfe hätte das aufwändige Projekt nicht realisiert werden können:

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