Masithi Gospelchor Lippstadt

29.06.2018: Chorkonzert EG + Jugendchor Kantorei

Unter dem Titel „Chorissimo“ kooperieren erstmalig konzertant Chöre des Evangelischen Gymnasiums mit dem Jugendchor der Kantorei Lippstadt. Das Konzert beginnt am Freitag, den 29. Juni um 19:00 Uhr in der Jakobikirche bei freiem Eintritt.

Beteiligt sind Gesangsklassen aus den Jahrgangsstufen 5 und 6, der Neigungskurs Gesang Stufe 7 und der Oberstufenchor. Dazu singt der Jugendchor der Kantorei Lippstadt. Damit sind knapp 100 Kinder und Jugendliche zu erleben. Geleitet werden sie von den musikalischen Fachkräften Insa Rüter und Stefan Jost-Hollich sowie von Kantor Roger Bretthauer.

Im Konzert erwartet die Besucher ein buntes Programm mit eher klassisch gehaltenen Stücken wie „Vois sur ton chemin“ (aus: Die Kinder des Monsieur Mathieu), Popsongs wie „Perfect“ (Ed Sheeran) oder „High Hopes“ (Kodaline) und Gospels wie „Shine, Jesus, shine“ und „Oh happy day“. Dabei sind alle beteiligten Chöre einzeln genauso zu hören wie in verschiedenen Kombinationen. Am Schluss singen alle gemeinsam Luthers „Verleih uns Frieden“ in einer modernen Fassung von Matthias Nagel.

Die Kooperation vieler beteiligten Chöre des Gymnasiums und der Kirchengemeinde wird ein sicher erfrischendes Experiment. Die Kinder und Jugendlichen freuen sich auf einen lebendigen Abend.

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08.07.2018: Stifterkonzert „Luftnummer“

Musik mit „Blasinstrumenten“

  • Regina Rothenbusch, Flöte
  • Andreas Hermeyer, Akkordeon
  • Roger Bretthauer, Truhenorgel (und Klavier)

Eintritt 16€, ermäßigt 10€ (Schüler, Studenten), nur Abendkasse
(Stifterkonzert – für Stifter der Stiftung Kirchenmusik ist der Eintritt frei.)

Es liegt was in der Luft – denn die Stiftung Kirchenmusik in der Evangelischen Kirchengemeinde Lippstadt lädt ein zum Konzert „Luftnummer“ am Sonntag, den 8. Juli um 19 Uhr in der Jakobikirche. Eine ungewöhnliche Kombination von allerlei „Blasinstrumenten“ steht im Mittelpunkt: Regina Rothenbusch (Flöte), Andreas Hermeyer (Akkordeon) und Kantor Roger Bretthauer (Truhenorgel) gestalten dieses Konzert.

Dabei bewegen sich die Künstler abseits üblicher Pfade der Konzertliteratur. Für ein gemeinsames Musizieren aller drei Instrumente nehmen sie zum Beispiel Leedsheets – jazzinspirierte Improvisationsmodelle – zu bekannten Chorälen wie „Die güldne Sonne“ und „Nun ruhen alle Wälder“. Akkordeon und Orgel sind in einer Ave Maria – Komposition des Bandoneon-Meisters Astor Piazzolla zu hören, die von Andreas Hermeyer für die Kombination Akkordeon und Truhenorgel bearbeitet wurde.

Ebenso spannend: César Francks berühmte Orgelkomposition „Prélude, Fugue et Variation“ in h-Moll op. 18 erklingt in einer Bearbeitung für Akkordeon und Klavier. Grundlage dafür ist eine Fassung, die Franck seinerzeit selbst anfertigte, für die typische Besetzung Harmonium und Klavier, die im 19. Jahrhundert in vielen gutbürgerlichen Häusern in Paris vorzufinden war.

Roger Bretthauer erweitert hier auch die Tastenbesetzung durch das Klavier, um diese wundervolle Bearbeitung hörbar zu machen, in der die Besetzung des Soloinstrumentes mit dem Akkordeon ein besondere Symbiose mit der charmanten französischen Melodie eingeht.

Fast schon konservativ erscheint die Sonate C-Dur HWV 365 von Georg Friedrich Händel (1685 – 1757), für Flöte und Truhenorgel. Doch ist dieses Stück mit 5 Sätzen umfangreich gestaltet, und Händel erreicht eine schöne Kombination von Ausdrucksstärke und Lebendigkeit in dieser Sonate. Zudem erwies sich die Kombination Querflöte mit der äußerst klangschönen Mebold-Truhenorgel schon mehrfach als besonders beglückend, da beide Klangfarben zu einem wunderbaren Duett verschmelzen. Ferner ist noch die Kombination Flöte und Akkordeon zu hören, zudem stellen alle 3 „Blasinstrumenten“-Künstler ihr Instrument noch solistisch vor, Andreas Hermeyer z.B. mit der Consolation Nr. 4 Des-Dur von Franz Liszt (1811-1886).

Regina Rothenbusch LippstadtAlle 3 Ausführenden sind in Lippstadt wohlbekannt. Regina Rothenbusch unterrichtet an der Conrad-Hansen-Musikschule und ist immer wieder in Konzerten der Umgebung zu hören, u.a. auch mit dem „Ensemble 3einhalb“.

 

Andreas Hermeyer LippstadtAuch Andreas Hermeyer gehört diesem Ensemble an und unterrichtet an der Musikschule. Rundfunk- und CD-Aufnahmen ergänzen seine künstlerische Tätigkeiten und lassen ihn als einen der profiliertesten Vertreter rund um das Instrument Akkordeon erscheinen.

Kantor Roger Bretthauer, LippstadtKantor Roger Bretthauer ist seit 2012 in Lippstadt tätig. Neben der Leitung zahlreicher Chöre in der Evangelischen Kirchengemeinde tritt er auch immer wieder als Instrumental-Solist in Erscheinung, wobei bei ihm auch die Kunst der Improvisation eine wichtige Rolle spielt.

Das Konzert „Luftnummer“ wird von der Stiftung Kirchenmusik als öffentliches Konzert im Anschluss an den jährlichen Stifterempfang veranstaltet. In der Stiftung sind mittlerweile mehr als 120 Stifterinnen und Stifter vertreten. Mit Hilfe des Stiftungskapitals werden einige der rund 30 Kirchenmusik-Konzerte im Jahr entscheidend mitfinanziert, ebenso wird insbesondere die Nachwuchsarbeit in den Chören unterstützt.

Karten für die „Luftnummer“ können ausschließlich an der Abendkasse bei freier Platzwahl erworben werden.

18.07.-26.08.2018: Videoinstallation von Jonas Englert

In der Jakobikirche ist vom 18.7. bis zum 26.08.2018 ein hervorragendes Beispiel aktueller Videokunst zu sehen und zu hören:
Videoinstallation von Jonas Englert zum Praeludium in f-moll aus dem Wohltemperierten Clavier (BWV 857).

Öffnungszeiten Dienstag bis Samstag von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 17:00 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
Sie sind herzlich zur Vernissage am 18.07.2018 um 19.00 Uhr eingeladen.

Die Arbeit »Praeludium« behandelt anhand des Präludiums in f-Moll BWV 857 aus dem “ Wohltemperierten Clavier“ Wahrnehmungszustände musikalischen Empfindens und die Macht des Werks Johann Sebastian Bachs, den Jonas Englert als »Urvater der Harmonie« bezeichnet. Englert schreibt: „Sein Anliegen war es, die Sehnsucht der Menschen nach Harmonie zu wecken und auch zu stillen.“

Videoinstallation Präludium von Jonas Englert

Die Installation besteht aus zwei großen Monitoren sowie einer Lautsprecheranlage: Auf dem einen Monitor wird das Gesicht und die Mimik des Organisten (Jacob Bussmann), auf dem anderen werden seine Hände gezeigt – beides wurde mit einer Hochgeschwindigkeitskameras aufgenommen und wird (wie auch die Tonaufnahme) mit 25-facher Verlangsamung abgespielt.

Hierdurch ergeben sich interessante Wahrnehmungsverschiebungen: die vertraute Musik wird durch die Verlangsamung verfremdet und auch die geringfügigsten Bewegungen des Pianisten werden sichtbar.

Jonas Englert

Jonas Englert (Foto: Alexander Paul Englert)

Jonas Englert (*1989) studierte an der Hochschule für Gestaltung Offenbach und besuchte parallel das Institut für Angewandte Theaterwissenschaften.

2012 wurde er mit dem „Dr. Marschner-Preis“ ausgezeichnet. 2013 erhielt er das Johannes Mosbach Stipendium, sowie 2017 eine lobende Erwähnung im Rahmen der „B3-BEN-2017-Awards“ in der Kategorie „Zeitbasierte und immersive Künste“.

Darüber hinaus entstanden Arbeiten für diverse Theaterproduktionen, unter anderem am Nationaltheater Mannheim, am Staatsschauspiel Dresden und am Theater Bonn.

Jonas Englert hat sich an zahlreichen Gruppenausstellungen in Deutschland (Frankfurt, Backnang, Marburg, München, Bonn und Gießen) und im Ausland (Shanghai, Boston, Aarhus, Porto, Venedig) beteiligt. Er hat seine Arbeiten auch in drei Einzelausstellungen in Frankfurt und Berlin präsentieren können.

Wir bedanken uns bei allen Unterstützern und Sponsoren – ohne ihre Hilfe hätte das aufwändige Projekt nicht realisiert werden können: